Als Hörsturz bezeichnet man einen plötzlich auftretenden Hörverlust, häufig auf ein Ohr beschränkt. Zusätzlich kommt es häufig zu Ohrgeräuschen (Tinnitus), seltener auch zu Schwindel und Druckgefühl im Ohr.
Die Ursachen des Hörsturzes sind medizinisch noch nicht hinreichend geklärt. Man geht davon aus (Stand 10/2005), dass die Durchblutung im Innenohr gestört ist und dadurch die äußeren und inneren Haarzellen geschädigt werden. Angenommen wird auch, dass virale Infekte des Innenohrs bzw. des Hörnervens den Hörsturz auslösen. Ebenso sind psychische Belastungen, Stress, Nikotingenuss und Lärmbelastungen von Bedeutung.
Wichtig ist eine möglichst frühe Behandlung der Beschwerden. Zuerst wird das Ohr untersucht, um andere Ursachen wie Gehörgangverlegung durch Ohrenschmalz oder Mittelohrergüsse auszuschließen. Bei Verdacht auf einen Hörsturz wird anschließend eine Infusion zur Verbesserung der Durchblutung des Innenohrs verabreicht.
Wird die Behandlung frühzeitig begonnen, kann das Gehör in der Regel wieder vollständig hergestellt werden. Manchmal bleibt jedoch ein Hörverlust und/oder Ohrgeräusche (Tinnitus) erhalten.